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Warum Rapid (nicht) Meister wird

August 31, 2008

In Linz zu gewinnen war für Rapid Wien noch nie leicht. Umso beeindruckender war es am Samstag Abend dann aber als man ein 0:1 bzw. 1:2 noch in ein 5:2 umwandelte. Kein Thema – bei Rapid macht Fussball trotz der verpassten Champions League Qualifikation wieder bzw. noch immer Spass. Das Champions-League-Aus lässt sich aber seit vergangener Woche etwas besser verkraften, denn immerhin hat es Famagusta tatsächlich in die Hauptrunde der Champions League geschafft und dabei niemand geringeren als Olympiakos Piräus aus dem Bewerb geworfen.

Um zum Titel dieses Postings zu kommen. Acht Runden der österreichischen Meisterschaft sind gespielt, und Rapid führt die Tabelle mit drei Punkten Vorsprung auf Sturm Graz an; Torverhältnis der Grün-Weissen: 23:10! Spielt Rapid so weiter wie bisher, dann werden es die Konkurrenten Red Bull Salzburg, Sturm Graz und der Stadtrivale Austria Wien schwer haben den regierenden Meister zu entthronen.

Was spricht für Rapid Wien?

  • Erwin „Jimmy“ Hoffer: In der österreichischen Bundesliga gibt es keinen Verteidiger der auch nur annäherend mithalten kann, wenn Hoffer seinen Turbo zündet. Unglaublich wie antrittsschnell Hoffer ist und dabei auch noch den Ball kontrolliert.
  • Stefan Maierhofer: Der Brecher im Strafraum den Rapid lange suchte. Charakterlich ist er sicherlich nicht der Typ „everybody’s darling“ doch dazu wurde er auch nicht geholt. Maierhofer ist stets gefährlich und trifft in den entscheidenden Momenten oder tritt zumindest als Vorbereiter auf. Auch wenn es auf den ersten Blick nicht unbedingt erkennbar ist, aber Maierhofer stellt die Mannschaft in den Vordergrund und rückt sein Ego in den richtigen Momenten in den Hintergrund.
  • Steffen Hofmann: Führungspersönlichkeit, sehr stark am Ball, hervorragende Spielübersicht. Mehr muss man zum Denker und Lenker in der Rapid Mannschaft eigentlich nicht sagen
  • Fans: Als einzige Mannschaft der österreichischen Bundesliga bestreitet Rapid 36 Heimspiele. Wenn eine Mannschaft in Österreich immer einen 12. Mann am Platz hat, dann ist es Rapid.
  • Peter Pacult: Einer der wenigen Rapid Trainer der sich nicht in die Herzen der Rapid Fans katapultierte. Pacult gilt als „Grantler“ der kein Mann der großen Gesten ist und sich schon gerne mal mit den Medien anlegt. Einige Personalentscheidungen (Causa Hiden) und taktische Varianten stießen in der Öffentlichkeit und bei der Rapid Anhängerschaft nicht unbedingt auf Gegenliebe, doch der Erfolg gibt ihm Recht. Pacult übernahm im September 2006 eine schwächelnde Rapid Mannschaft und führte sie durch konsequente Arbeit im darauffolgenden Jahr zum Meistertitel.

Was spricht gegen Rapid Wien?

  • Winterpause: Sollte Rapid an die bislang gezeigten Leistungen anknüpfen können, dann wird es schwer die Leistungsträger zu halten. Bekannt ist, dass Veli Kavlak schon seit längerem auf der Wunschliste einiger Klubs steht und auch bei Hoffer bzw. Maierhofer sollen schon Vereine aus dem Ausland angeklopft haben. 
  • Kadergröße: Wenn ein oder zwei Leistungsträger für längere Zeit ausfallen sollten dann wird für Rapid eng. Während die erste Elf spielerisch wohl fast auf einem Level mit den „Millionären“ von Red Bull Salzburg steht, so ist auf der Bank nicht genügend Qualität vorhanden um Schlüsselspieler für längere Zeit auch nur annäherend adäquat ersetzen zu können. Bazina und Korkmaz die vor Saisonbeginn Rapid verließen konnten nicht gleichwertig ersetzt werden und dies wird sich erst mit Fortdauer der Saison bemerkbar machen. Finanziell dürften für Rapid aufgrund der verpassten Champions League Qualifikation keine großen Sprünge drinnen sein, sodass man nicht damit rechnen sollte, dass Rapid in der Winterpause groß auf dem Transfermark zuschlägt. Viel eher wird es darum gehen den aktuellen Kader beisammen zu halten
  • Abwehr: Ohne Zweifel der derzeitige Schwachpunkt in der Rapid Mannschaft. Wer im Spiel gegen den LASK mitansehen musste, wie Christian Mayrleb von der Rapid Abwehr 90 Minuten lang ignoriert wurde, der war froh, dass an diesem Tag die Rapid Offensive in Hochform agierte. Solange ein Markus Heikkinen im defensiven Mittelfeld von Rapid viele gefährliche Aktionen der gegnerischen Mannschaft im Keim ersticken kann, fällt das aktuelle Abwehrproblem bei Rapid nicht sonderlich ins Auge, doch hier ist absolut Handlungsbedarf gegeben!   

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