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Warten auf den Spitzenfussball

Oktober 9, 2008

Eigentlich sind wir es im Spätsommer bzw. Frühherbst ja gewohnt auch unter der Woche mit Spitzenfussball verwöhnt zu werden. UEFA Cup, Champions League, englische Wochen in den großen Ligen ….; nun diese Woche stehen aber am Wochenende wieder die Spiele der WM Qualifikation auf dem Programm und da tut sich unter der Woche natürlich nicht besonders viel. Gerade einmal auf die UEFA Cup Gruppenauslosung konnten wir etwas gespannt sein und die Vertreter aus Deutschland haben durchaus attraktive aber auch machbare Gruppengegner zugelost bekommen. So bekommt es Schalke mit PSG, Manchester City, Santander und Enschede zu tun während beispielsweise die Stuttgarter zu einem heissen Tanz beim FC Sevilla eingeladen sind. In jeder Gruppe spielen bekanntlich fünf Mannschaften, wovon sich dann die ersten drei für das 1/16 Finale des UEFA Cups qualifizieren. Die UEFA Cup Gruppenphase im Detail

Am Samstag dann endlich wieder jede Menge Spitzenfussball. Deutschland empfängt die Russen von Guus Hiddink während die Österreicher die Gelegenheit haben endlich Revanche für die Schande gegen die Färöer Inseln zu nehmen (Österreich verlor 1990 ein Qualifikationsspiel gegen die Färöer mit 0:1 und blamierte sich bis auf die Knochen). Ja und die Schweiz? Ottmar Hitzfeld hat sich seinen Job als Trainer der Schweizer Nationalmannschaft sicherlich anders vorgestellt. Nachdem sich die Schweizer zuletzt mit der 1:2 Heimniederlage gegen Luxemburg blamierten brennt nun sprichwörtlich der Hut. Verlieren ist gegen Lettland auf jeden Fall tabu denn sonst können sich die Schweizer Nationalspieler schon einmal ein TV Abo für die WM 2010 reservieren; mit nur einem Punkt aus den ersten beiden Qualifikationsspielen stehen die Eidgenossen schon mit dem Rücken zur Wand.

Am nächsten Mittwoch geht es dann jedenfalls in der WM Qualifikation weiter und auch wenn die Weltmeisterschaft noch ein ganzes Stückchen entfernt ist, so haben einige Spiele vom Samstag und Mittwoch schon den Charakter einer kleinen Vorentscheidung. Der Qualifikationsmodus ist jedenfalls brutal weil nur der Gruppenerste das WM Ticket fix löst. Die Gruppenzweiten müssen dann in einer K.O. Runde die restlichen WM Teilnehmer ermitteln. Pech hat außerdem noch die schlechteste Nationalmannschaft alle Gruppenzweiten, denn die darf nicht einmal mehr zur K.O. Runde antreten sondern scheidet fix aus – alle Mühe umsonst.

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Dinamo vs. Hajduk – Derby abseits des Mainstreams

Oktober 4, 2008

Über die großen Derbys im europäischen Fussball ist eigentlich schon alles geschrieben worden was es zu schreiben gibt. Wir wissen das Glasgow Rangers – Celtic Glasgow jenes Derby ist, welches bislang am öftesten ausgetragen wurde, dass die Rivalitäten zwischen dem AC Mailand und Inter Mailand sowie dem FC Barcelona und Real Madrid erbittert sind und bekannt ist auch, dass wohl kein anderes Spiel in Deutschland die Massen so bewegt wie Schalke gegen Dortmund.  

Was passiert aber in “Osteuropa”? Exemplarisch dazu habe ich mir einmal das Derby Dinamo Zagreb vs. Hajduk Split rausgesucht und näher beleuchtet:

Dinamo Zagreb ist Serienmeister in der 1. HNL, der höchsten kroatischen Spielklasse. Seit die Liga 1992 gegründet wurde konnte Dinamo Zagreb des Meistertitel schon 10 mal gewinnen. Dem entgegen steht mit Hajduk Split ein Verein aus dem sonnigen Dalmatien der bislang fünf mal die kroatische Meisterkrone erobern konnte. Beide Vereine standen im sozialistischen Jugoslawien im Schatten der Belgrader Vereine Roter Stern und Partizan. Dinamo Zagreb konnte nur vier mal die jugoslawische Meisterschaft gewinnen, Hajduk Split sieben mal. Im Vergleich zu Roter Stern Belgrad (19) und Partizan Belgrad (11) recht wenig wobei es nicht wenig Stimmen gibt die behaupten, dass die Belgrader Vereine von der politischen Führung bevorteilt wurden.

Die kroatische Liga als solche ist grundsätzlich eher von Langeweile geprägt. Mit Ausnahme des Derbys Dinamo vs. Hajduk sind die Stadien zumeist leer und die restlichen Klubs sind finanziell nur sehr schwach aufgestellt. In den letzten Jahren zeichnet sich zudem eine alles überschattende Dominanz von Dinamo Zagreb ab was beim Rest der Liga für Unmut sorgt. Budgetär könnte Dinamo wohl auch in der Deutschen Bundesliga durchaus mit dem Mittelfeld mithalten, denn durch die Verkäufe von Spielern wie Modric, Da Silva oder Corluka wurde die Vereinskasse wieder gut gefüllt und der Klub ist finanziell saniert. Genau diese finanzielle Übermacht sorgt bei Hajduk Split für Unmut aber auch für einiges an Spott denn obwohl jedes Jahr aufs Neue wieder der Einzug in die Champions League prophezeit wird, scheitert Dinamo ebenso regelmäßig an dieser Hürde.

Hajduk Split hatte in der jüngsten Vergangenheit mit einigen Problemen zu kämpfen. Zahlreiche Trainerwechsel, verschiedene Interessensblöcke in der Vereinsführung und immer währende atmosphärische Störungen zwischen den Fans und dem Klubvorstand zeichneten zuletzt ein eher chaotisches Bild. Was die Unstimmigkeiten zwischen Fans und Klubführung angeht, so ist dies auch bei Dinamo Zagreb nicht anders. Eigentlich finden sich sowohl Dinamo als auch Hajduk im selben Boot wieder. Von der ruhmreichen Vergangenheit ist wenig übrig geblieben; auf europäischer Ebene haben beide Vereine kaum mehr etwas mitzureden und in der Liga Alltag ist eher von Langeweile geprägt.

Dinamo Zagreb vs. Hajdkuk Split ist in Kroatien allerdings in erster Linie ein Duell der Fans. Auf der einen Seite die “Bad Blue Boys” von Dinamo und auf der anderen Seite die “Torcida” von Hajduk Split. Beiden Fangruppen wird einerseits eine bedingungslose Liebe zum eigenen Klub, aber auch eine gewisse Gewaltbereitschaft nachgesagt. So ist es auch kaum verwunderlich, dass es in der Vergangenheit immer wieder zu handfesten Auseinandersetzungen gekommen ist. Selbst bei Spielen der Nationalmannschaft können sich Bad Blue Boys und die Torcida nicht immer zurückhalten, sodass es auch dort schon zu Handgreiflichkeiten gekommen ist. Wer mehr zu der Fanrivalität zwischen den Bad Blue Boys und der Torcida wissen möchte, der sollte auf den Link klicken; eine höchst interessante Dokumentation (auf Englisch)!

Sportlich gesehen hatte Dinamo Zagreb in den letzten Jahren die Nase vorn, aber beide Klubs leider einfach zu sehr unter dem schwachen Rest der Liga. Mit Ausnahme des Derbys kommen zu fast keinem Spiel in der Liga mehr als 5000 Besucher ins Stadion und sollten sich die Rahmenbedingungen in der Liga nicht ändern, dann werden Dinamo und Hajduk auch in Zukunft ihre derzeitige Rolle beibehalten – und zwar als Talentschmiede für die großen Fussballklubs in Europa. Immer wieder wurde in der Vergangenheit die Idee einer Art “ex-jugoslawischen” Liga ins Gespräch gebracht, in der dann die großen Derbys der Vergangenheit (z.B. Hajduk – Partizan Belgrad oder Dinamo – Roter Stern Belgrad) wieder aufleben, doch wirklich konkrete Pläne liegen dafür noch nicht vor. Angesichts der nach wie vor bestehenden Spannungen zwischen Serbien und Kroatien muss man allerdings ohnehin die Sinnhaftigkeit dieser Idee in Frage stellen.

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Was wir vom Champions League Dienstag mitnehmen

September 16, 2008

Die ersten Schlachten in der Champions League 2008/2009 sind geschlagen und zwei Überraschungen gab es gleich zum Auftakt. Bremen konnte zuhause gegen Famagusta nicht gewinnen und der AS Rom verlor gegen Cluj aus Rumänien. Was nehmen wir also vom ersten Spieltag mit?

  • Auch 65% Ballbesitz, zahlreiche Torchancen und Heimvorteil reichen nicht immer für drei Punkte. Bremen war gegen die Zyprioten von Famagusta zwar über weite Strecken des Spiels drückend überlegen aber schlussendlich blamierte man sich
  • Champions League Neulinge sind brandgefährlich. Bei Famagusta ist dies zwar nicht 100%ig der Fall, denn die Zyprioten konnten sich auf ihren Abwehrbunker verlassen. Umso mehr trifft die Aussage aber auf CFR Cluj zu, denn die Rumänen kamen keineswegs glücklich zum 2:1 Erfolg beim AS Rom. Ein Blick auf die Statistik zeigt, dass Cluj neun Torschüsse abfeuerte während dem AS Rom nur drei Schüsse aufs Tor gelangen. Auch der Ballbesitz von 55:45 für die Römer zeigt, dass die Rumänen durchaus mitspielten.
  • Man sollte endlich aufhören Shaktar Donezk zu belächeln. Auf den ersten Blick mag der 2:1 Sieg beim FC Basel nicht sonderlich aufregend zu erscheinen, doch Basel gehörte in den letzten Jahren zu den heimstärksten Mannschaften im Europacup. 8 der letzten 10 Champions League Heimspiele hatte der FC Basel zuletzt gewonnen und auch Kaliber wie Werder Bremen, La Coruna, Inter Mailand oder Juventus Turin konnten in der Vergangenheit beim FC Basel nicht gewinnen. Donezk ist eine Mannschaft die eigentlich jedes Jahr in der Champions League vertreten ist, und die jährlich vom Besitzer Millionen investiert werden
  • Chelsea ist im eigenen Stadion einfach nicht zu schlagen. Der 4:0 Sieg gegen Bordeaux ist zwar nicht unbedingt überraschend; unheimlich ist hingegen schon die Heimserie des FC Chelsea; damit ist Chelsea in der Champions League zuhause seit Februar 2006 ohne Niederlage
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Trainer rauswerfen – was sagt man vorher?

September 11, 2008

Die europäischen Fussballligen stehen in dieser Saison zwar noch ganz am Anfang, doch spätestens wenn das Ende der Hinrunde naht werden Trainerdiskussionen wieder zum Gesprächsthema. Trainerrauswürfe passieren in der Regel nicht einfach über Nacht. Zuerst macht sich Unmut bei den Fans breit, dann nehmen sich die Medien der Geschichte an und kurz bevor es dann so weit ist, werden Vorstandsmitglieder und Präsidenten mit Fragen zum Trainer bombardiert. Spätestens dann ist es beinahe unvermeidlich – der betroffene Trainer muss gehen. Interessant ist aber die Phrasendrescherei die vor der Ablösung eines Trainers betrieben wird.  Einige Klassiker sind untenstehend zusammengefasst:

  • “Der Trainer hat uns vollstes Vertrauen” (Ohje ohje) 
  • “Wir stehen hinter dem Trainer” (sollte man sich nicht eher vor den Trainer stellen wenn dieser in der Kritik steht, anstelle ihm von hinten den Schups in den Abgrund zu geben)
  • “Wir werden das diese Woche im Präsidium besprechen” ( … und die Trainerentlassung beschließen)
  • “Das werden wir alles intern besprechen” (bedeutet, dass man den Trainer rauswirft aber noch keinen Nachfolger gefunden hat)
  • “Der Trainer hat einen Vertrag und wird diesen erfüllen” (natürlich wird er den Vertrag erfüllen, denn schließlich wird er ja offiziell nur “beurlaubt”)
  • “Ich gehe davon aus, dass der Trainer auch im nächsten Spiel auf der Bank sitzen wird” (vielleicht ja wirklich, aber wenn er verliert ist er weg vom Fenster) 
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WM Qualifikation – Zweiter Spieltag

September 9, 2008

Seit Samstag Abend zeigt sich wieder einmal die zweite österreichische Fussballmentalität. Frankreich geschlagen und am Mittwoch gehts nach Litauen. “Litauen? Sollten wir eigentlich schlagen”. Noch vor gar nicht langer Zeit hätte es wohl geheissen “Litauen? Dort gibts wieder eine Packung für die Österreicher”. Auffallend ist dabei immer die Unterscheidung zwischen “wir” und “die Österreicher”, denn von “wir” wird immer nur nach Siegen gesprochen und wenn wieder einmal verloren wurde, dann haben eben DIE (bösen) Österreicher verloren.

Objektiv gesehen wird es in Litauen kein leichtes Spiel. Kaum jemand hat bewusst registriert, dass Litauen am Samstag in Rumänien mit 3:0 gewonnen hat. Rumänien ist immerhin jene Mannschaft, die als einer der Geheimfavoriten in die Europameisterschaft gestartet ist und den EM Halbfinalisten noch kurz vor der EM mit 3:0 besiegt hat.

Abgesehen vom Spiel Litauen vs. Österreich werden natürlich am Mittwoch noch weitere WM Qualifikationsspiele ausgetragen. Mit Ausnahme von Nordirland und Zypern ( Gruppe 8 ) und Norwegen aus der Gruppe 9 sind alle Nationen im Einsatz. Das Highlight findet zweifelsohne in Zagreb statt, wo Kroatien und England aufeinandertreffen. Fussballfreunde werden sich an die EM Qualifikation erinnern als die Kroaten dafür sorgten, dass England nicht zur Europameisterschaft fährt. Nun wollen die Kicker von der Insel also Rache und man darf gespannt sein ..

Interessant wird sicher auch das Duell zwischen Frankreich und Serbien. Für die Franzosen geht es nach der 1:3 Niederlage gegen Österreich schon um sehr viel. Sollte man in Paris gegen die Serben verlieren, dann wird wohl nicht nur Domenech seinen Job los sein, sondern Frankreich könnte sich schon langsam auf eine WM 2010 ohne Beteiligung der Equipe Tricolore einstellen. Und Deutschland? Auswärts gegen Finnland will man zwar sicher gewinnen, aber mit einem Punkt könnte man vermutlich auch ganz gut leben. Angenehm wird es im Olympiastadion von Helsinki jedenfalls bestimmt nicht. Im hohen Norden könnte die Löw Elf ein heisser Tanz erwarten.

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Die 5-Jahreswertung der UEFA – im Kleinformat

September 2, 2008

In der Kürze liegt die Würze; beim Thema UEFA 5 Jahreswertung ist dies allerdings kaum in die Tat umzusetzen. Wer alles bis ins Kleinste Detail wissen möchte, dem sei diese Website dazu empfohlen. Es gibt eigentlich keine Website die sich so intensiv mit den Regulatorien rund um die UEFA 5 Jahreswertung befasst. Wer die Kurzversion bevorzugt, und nur einen Überblick erhalten möchte, der sollte weiterlesen.

Wozu die 5 Jahreswertung?

Auf Grundlage der Rangliste wird entschieden wieviele Klubmannschaften ein Land in die Europapokalbewerbe entsenden darf. Je höher ein Verband in der 5 Jahreswertung platziert ist, desto mehr Vertreter darf er in der Regel auch entsenden. Ebenso entscheidet das Ranking darüber wieviele Mannschaften eines Verbandes direkt für die Champions League qualifiziert sind bzw. welche Mannschaften zuerst in die Qualifikation müssen.

Warum 5 Jahre?

Immer wieder kommt es vor, dass Mannschaften im Europapokal überraschen und überdurchschnittlich viele Punkte für ihren Verband holen. Um zu garantieren, dass die Rangliste ein reales Abbild der Stärkeverhältnisse in den europäischen Ligen ist, werden die Europapokalergebnisse der letzten fünf Jahre berücksichtigt. So hat beispielsweise Zenit St. Petersburg den UEFA Cup 2007/2008 gewonnen und dadurch sehr viele Punkte für den russischen Verband gesammelt was aber nicht bedeutet, dass Russland ab sofort mehr Vertreter in den Europapokal entsenden darf. Punkte die in der Saison 2007/2008 gesammelt wurden wirken sich erst 2009/2010 auf die Anzahl der Startplätze aus. Anders gesagt .. in allen europäischen Fussballligen muss zu Beginn einer Saison klar sein wieviele Vertreter im nächsten Jahr in die Europapokal Bewerbe entsendet werden können. Nimmt man in etwa die aktuelle Saison 2008/2009 als Beispiel, so ist die Anzahl der Europapokal Startplätze 2009/2010 auf Basis des UEFA Rankings 2007/2008 kalkuliert.

Wie werden die Punkte kalkuliert?

Grundsätzlich gibt es für einen Sieg 2, für ein Unentschieden 1 und für eine Niederlage 0 Punkte. Spiele die im Rahmen der Champions League- oder UEFA Cup Qualifikation ausgetragen werden, zählen nur zu 50% weswegen beispielsweise ein Sieg in der zweiten Champions League Qualifikationsrunde nur 1 Punkt bringt. Außerdem werden noch Bonuspunkte vergeben, die ebenso in das Ranking einfließen. Für das Erreichen der Champions League Gruppenphase bekommt jede Mannschaft 3 Bonuspunkte. Für Viertel-, Halbfinale und Endspiel jeweils noch einen Bonuspunkt.

Mehr Verteter = Mehr Punkte?

Nicht unbedingt! Für Deutschland waren in der Europapokalsaison 2007/2008 sieben Mannschaften im Einsatz und holten insgesamt 94,5 Punkte.
Bayern München: 20 Punkte | Hamburger SV: 17,5 Punkte | Bayer Leverkusen: 16 Punkte | Werder Bremen: 15 Punkte | Schalke 04: 13 Punkte | 1. FC Nürnberg: 8 Punkte | VFB Stuttgart: 5 Punkte . In die Wertung fließen allerdings “nur” 13,5 Punkte ein, denn alle erzielten Punkte werden durch die Anzahl der Vertreter dividiert. Diese Regelung soll auch “schwächeren” Verbänden die Möglichkeit geben im Ranking nach oben zu klettern.

Ein gutes Beispiel ist Schottland in der Saison 2007/2008. Die Schotten hatten “nur” vier Vereine im Europapokal;die Glasgow Rangers kamen bis ins UEFA Cup Finale und holen 23,5 Punkte, während Celtic sich in der Champions League wacker schlug und immerhin 11 Punkte holte. Der FC Aberdeen erreichte im UEFA Cup anständige 6 Punkte, während Dunfermline mit 0,5 Punkten ein Totalausfall war. Insgesamt holten Schottlands Vereine also in der Saison 2007/2008 41 Punkte wobei 10,25 Punkte davon (41:4) in die 5 Jahreswertung einfließen. Zum Vergleich: Italien holte mit acht Mannschaften 82 Punkte, doch fließen ebenso nur 10,25 (82:8) davon in die 5 Jahreswertung mit ein.

Mehr Informationen?

Wie bereits eingangs erwähnt beschäftigt man sich auf http://www.xs4all.nl/~kassiesa/bert/uefa/ wirklich mehr als ausführlich mit Berechnungen zur 5 Jahreswertung.

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Warum Rapid (nicht) Meister wird

August 31, 2008

In Linz zu gewinnen war für Rapid Wien noch nie leicht. Umso beeindruckender war es am Samstag Abend dann aber als man ein 0:1 bzw. 1:2 noch in ein 5:2 umwandelte. Kein Thema – bei Rapid macht Fussball trotz der verpassten Champions League Qualifikation wieder bzw. noch immer Spass. Das Champions-League-Aus lässt sich aber seit vergangener Woche etwas besser verkraften, denn immerhin hat es Famagusta tatsächlich in die Hauptrunde der Champions League geschafft und dabei niemand geringeren als Olympiakos Piräus aus dem Bewerb geworfen.

Um zum Titel dieses Postings zu kommen. Acht Runden der österreichischen Meisterschaft sind gespielt, und Rapid führt die Tabelle mit drei Punkten Vorsprung auf Sturm Graz an; Torverhältnis der Grün-Weissen: 23:10! Spielt Rapid so weiter wie bisher, dann werden es die Konkurrenten Red Bull Salzburg, Sturm Graz und der Stadtrivale Austria Wien schwer haben den regierenden Meister zu entthronen.

Was spricht für Rapid Wien?

  • Erwin “Jimmy” Hoffer: In der österreichischen Bundesliga gibt es keinen Verteidiger der auch nur annäherend mithalten kann, wenn Hoffer seinen Turbo zündet. Unglaublich wie antrittsschnell Hoffer ist und dabei auch noch den Ball kontrolliert.
  • Stefan Maierhofer: Der Brecher im Strafraum den Rapid lange suchte. Charakterlich ist er sicherlich nicht der Typ “everybody’s darling” doch dazu wurde er auch nicht geholt. Maierhofer ist stets gefährlich und trifft in den entscheidenden Momenten oder tritt zumindest als Vorbereiter auf. Auch wenn es auf den ersten Blick nicht unbedingt erkennbar ist, aber Maierhofer stellt die Mannschaft in den Vordergrund und rückt sein Ego in den richtigen Momenten in den Hintergrund.
  • Steffen Hofmann: Führungspersönlichkeit, sehr stark am Ball, hervorragende Spielübersicht. Mehr muss man zum Denker und Lenker in der Rapid Mannschaft eigentlich nicht sagen
  • Fans: Als einzige Mannschaft der österreichischen Bundesliga bestreitet Rapid 36 Heimspiele. Wenn eine Mannschaft in Österreich immer einen 12. Mann am Platz hat, dann ist es Rapid.
  • Peter Pacult: Einer der wenigen Rapid Trainer der sich nicht in die Herzen der Rapid Fans katapultierte. Pacult gilt als “Grantler” der kein Mann der großen Gesten ist und sich schon gerne mal mit den Medien anlegt. Einige Personalentscheidungen (Causa Hiden) und taktische Varianten stießen in der Öffentlichkeit und bei der Rapid Anhängerschaft nicht unbedingt auf Gegenliebe, doch der Erfolg gibt ihm Recht. Pacult übernahm im September 2006 eine schwächelnde Rapid Mannschaft und führte sie durch konsequente Arbeit im darauffolgenden Jahr zum Meistertitel.

Was spricht gegen Rapid Wien?

  • Winterpause: Sollte Rapid an die bislang gezeigten Leistungen anknüpfen können, dann wird es schwer die Leistungsträger zu halten. Bekannt ist, dass Veli Kavlak schon seit längerem auf der Wunschliste einiger Klubs steht und auch bei Hoffer bzw. Maierhofer sollen schon Vereine aus dem Ausland angeklopft haben. 
  • Kadergröße: Wenn ein oder zwei Leistungsträger für längere Zeit ausfallen sollten dann wird für Rapid eng. Während die erste Elf spielerisch wohl fast auf einem Level mit den “Millionären” von Red Bull Salzburg steht, so ist auf der Bank nicht genügend Qualität vorhanden um Schlüsselspieler für längere Zeit auch nur annäherend adäquat ersetzen zu können. Bazina und Korkmaz die vor Saisonbeginn Rapid verließen konnten nicht gleichwertig ersetzt werden und dies wird sich erst mit Fortdauer der Saison bemerkbar machen. Finanziell dürften für Rapid aufgrund der verpassten Champions League Qualifikation keine großen Sprünge drinnen sein, sodass man nicht damit rechnen sollte, dass Rapid in der Winterpause groß auf dem Transfermark zuschlägt. Viel eher wird es darum gehen den aktuellen Kader beisammen zu halten
  • Abwehr: Ohne Zweifel der derzeitige Schwachpunkt in der Rapid Mannschaft. Wer im Spiel gegen den LASK mitansehen musste, wie Christian Mayrleb von der Rapid Abwehr 90 Minuten lang ignoriert wurde, der war froh, dass an diesem Tag die Rapid Offensive in Hochform agierte. Solange ein Markus Heikkinen im defensiven Mittelfeld von Rapid viele gefährliche Aktionen der gegnerischen Mannschaft im Keim ersticken kann, fällt das aktuelle Abwehrproblem bei Rapid nicht sonderlich ins Auge, doch hier ist absolut Handlungsbedarf gegeben!   
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